Fassung 1.2 · 2026-07-27
Datenschutzerklärung — SecurApp
1. Verantwortlicher
Verantwortlicher im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) ist:
[Anbieter — vollständige Firma oder Name]
[Anschrift — Straße, Hausnummer]
[PLZ] [Ort], Deutschland
E-Mail: [E-Mail]
Telefon: [Telefon]
2. Datenschutzbeauftragte/r
[Sofern gesetzlich verpflichtet oder freiwillig bestellt — Art. 37 DSGVO:]
[Name Datenschutzbeauftragte/r]
[Anschrift — sofern abweichend vom Verantwortlichen]
E-Mail: [DSB-E-Mail]
Sofern kein/e Datenschutzbeauftragte/r bestellt ist, richten Sie datenschutzrechtliche Anfragen bitte direkt an die oben genannte Kontaktadresse des Verantwortlichen.
[Anwalt prüfen: Bestellungspflicht nach Art. 37 DSGVO sowie § 38 BDSG; § 38 Abs. 1 nennt unter anderem regelmäßig mindestens 20 ständig mit automatisierter Verarbeitung beschäftigte Personen.]
3. Grundsätze der Verarbeitung
Der Verantwortliche verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf Grundlage der in Art. 6 DSGVO (sowie ggf. Art. 9 DSGVO) abschließend geregelten Rechtsgrundlagen. Für jede Verarbeitungstätigkeit ist eine Rechtsgrundlage explizit bestimmt (vollständige Matrix: interne Dokumentation docs/legal/lawful-basis.md).
Verarbeitungsgrundsätze nach Art. 5 Abs. 1 DSGVO werden eingehalten:
- Rechtmäßigkeit, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz (lit. a)
- Zweckbindung (lit. b): Daten werden nur für die nachfolgend beschriebenen Zwecke verarbeitet.
- Datenminimierung (lit. c): Es werden nur die für den jeweiligen Zweck erforderlichen Daten erhoben.
- Richtigkeit (lit. d)
- Speicherbegrenzung (lit. e): Daten werden gelöscht, sobald der Zweck entfällt (vgl. Abschnitt 8).
- Integrität und Vertraulichkeit (lit. f): Technisch-organisatorische Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO.
Die Rechenschaftspflicht nach Art. 5 Abs. 2 DSGVO wird durch ein append-only Audit-Log (audit_event) erfüllt.
4. Verarbeitete Daten, Zwecke und Rechtsgrundlagen
4.1 Nutzerkonto und Authentifizierung (mvp-01)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung), Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse) für Sicherheitsprotokollierung.
E-Mail-Adresse
Zweck: Kontoidentifikation, Login, transaktionale Benachrichtigungen (Fristwarnungen, Verifizierungsmail, Passwort-Reset).
Empfänger: E-Mail-Versanddienstleister Resend (Auftragsverarbeiter; Versandrouting Irland, Account-/Logdaten laut Provider USA; AVV und Drittlandtransferprüfung — vgl. Abschnitt 6).
Aufbewahrung: Bis zum Löschantrag. Der Zugang wird sofort gesperrt; die Primärdaten werden spätestens zum geplanten Löschtermin innerhalb von 30 Tagen gelöscht.
Passwort-Hash (Argon2id)
Zweck: Sicherer Kontozugang.
Aufbewahrung: Bis Kontolöschung; keine Weitergabe.
TOTP-Secret (verschlüsselt, optional)
Zweck: Zweifaktorauthentifizierung.
Aufbewahrung: Bis Deaktivierung der Zwei-Faktor-Authentifizierung oder Kontolöschung.
Session-Token (HttpOnly-Cookie)
Zweck: Authentifizierte Sitzungsverwaltung.
Aufbewahrung: Maximal 30 Tage Inaktivitäts-Timeout; sofortige Invalidierung bei Logout.
Verifizierungs- und Reset-Token
Zweck: E-Mail-Bestätigung, Passwort-Wiederherstellung (Einmalige Nutzung).
Aufbewahrung: Maximal 48 Stunden (Verifizierung) bzw. 30 Minuten (Passwort-Reset); danach automatische Löschung.
Zeitzone (Nutzerpräferenz)
Zweck: Korrekte Berechnung und Anzeige von DSGVO-Fristen.
Aufbewahrung: Bis Kontolöschung.
IP-Adresse und User-Agent
Zweck: IT-Sicherheit, Missbrauchsschutz, Brute-Force-Abwehr.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO — berechtigtes Interesse des Verantwortlichen und der Nutzerinnen an der Sicherheit des Dienstes.
Speicherung: Die Anwendung persistiert IP-Adressen nicht im Klartext, sondern einen SHA-256-HMAC mit geheimem, getrennt verwahrtem Salt. Eine Rotation ist ein kontrollierter Betriebsvorgang und derzeit nicht als monatlicher Automatismus implementiert.
Aufbewahrung: IP-Hash: 90 Tage ab Event-Timestamp, danach Nullierung (ipHash = NULL). Der User-Agent kann personenbeziehbar sein und wird im Arbeitsstand bis zu 3 Jahre als Teil des Audit-Logs gespeichert; Erforderlichkeit und Frist sind in LEGAL-03 freizugeben.
4.2 Digitaler Zwilling — Verwaltung personenbezogener Daten (mvp-02)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung — der Digitale Zwilling ist das zentrale Datenobjekt der Kernleistung).
Für besonders sensible optionale Felder (IBAN, Personalausweisnummer): Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO (Einwilligung), sofern kein zwingend erforderlicher Zusammenhang mit der Vertragserfüllung besteht [Anwalt prüfen: Abgrenzung lit. a / lit. b für IBAN].
Stammdaten (Vorname, Nachname, Geburtsdatum, Anschrift)
Zweck: Automatisches Vorausfüllen von DSGVO-Anfrageschreiben.
Empfänger: Mittelbar — die Daten erscheinen im versendeten Brief an das von der Nutzerin gewählte Unternehmen. Das empfangende Unternehmen verarbeitet diese Daten in eigener datenschutzrechtlicher Verantwortung (SecurApp ist insoweit nicht verantwortlich).
Aufbewahrung: Bis Kontolöschung; Felder im Archiv-Kontext 90 Tage nach Anfrage-Abschluss.
Kontaktdaten (E-Mail, Telefon)
Zweck: Briefadresse; optionale Kontaktangabe in Anfragen.
Aufbewahrung: Wie Stammdaten.
Online-Konten (Dienstname, Benutzername, verknüpftes Unternehmen)
Zweck: Zuordnung von Anfragen zu betreffenden Konten; Überblick digitaler Fußabdruck.
Aufbewahrung: Bis Kontolöschung oder manuelle Entfernung durch die Nutzerin.
Versionierungshistorie der Zwilling-Felder
Zweck: Nachvollziehbarkeit von Änderungen; Unterstützung bei Art.-16-Berichtigungsanfragen (Phase 2).
Aufbewahrung: Bis Kontolöschung (Kaskaden-Delete).
Sensible Felder (Geburtsdatum, Personalausweisnummer, IBAN)
Schutzmaßnahme: Feldweise AES-256-GCM-Envelope-Verschlüsselung; Schlüsselverwaltung über Vault Transit Secrets Engine auf Hetzner Cloud (EU/Falkenstein) — vgl. Abschnitt 6.
Frontend-Darstellung: Maskiert (z. B. ••••1990).
Aufbewahrung: Bis manuelle Löschung durch die Nutzerin oder Kontolöschung.
Hinweis zu Art. 9 DSGVO: Im Rahmen des MVP werden keine besonderen Kategorien personenbezogener Daten (Gesundheitsdaten, biometrische Daten etc.) strukturiert erfasst. Sofern die Nutzerin solche Daten in Freitextfeldern eingibt, erfolgt dies in eigener Verantwortung. Für zukünftige Funktionen, die Art.-9-Daten strukturiert verarbeiten, wird eine ausdrückliche Einwilligung (Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO) eingeholt.
4.3 DSGVO-Anfragegenerator und Kommunikationssystem (mvp-03, mvp-05)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung — Kerndienst); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse der Nutzerin an Beweissicherung) für die Archivierung.
Anfrage-Inhalt (generierter Brieftext)
Zweck: Versand der DSGVO-Anfrage an das von der Nutzerin ausgewählte Unternehmen; Nachweis des Inhalts.
Empfänger: Das von der Nutzerin adressierte Unternehmen (eigenverantwortlicher Dritter).
Aufbewahrung: Im technischen Arbeitsstand 90 Tage nach Anfrage-Abschluss; eine Verlängerung auf Nutzerwunsch ist nicht implementiert.
Anfrage-Metadaten (Anfragetyp, Unternehmen, Status, Zeitstempel)
Zweck: Fristenmanagement, Statusübersicht, Auditierung.
Aufbewahrung: 90 Tage nach Anfrage-Abschluss.
Anfrage-Entwürfe (Status DRAFT)
Zweck: Temporäre Speicherung nicht-versandter Anfragen.
Aufbewahrung: 90 Tage Inaktivität, danach automatische Löschung. Während der letzten 14 Tage wird in der Anfragenliste und der Detailansicht ein Löschhinweis angezeigt. Eine gesonderte E-Mail wird nicht versendet; bloßes Öffnen verlängert die Frist nicht.
Reply-Alias-E-Mail-Adresse (reply-<ulid>@inbox.securapp.de)
Zweck: Routing eingehender Unternehmensantworten der jeweiligen Anfrage — ohne Offenlegung der persönlichen E-Mail-Adresse der Nutzerin gegenüber dem Unternehmen.
Privacy-by-Design-Merkmal: Gegenüber dem adressierten Unternehmen wird die persönliche Konto-E-Mail nicht als Reply-Adresse offengelegt. Sie wird jedoch für Kontomails und Benachrichtigungen durch Resend verarbeitet; die Aussage gilt daher nicht gegenüber dem E-Mail-Auftragsverarbeiter.
Empfänger: Resend (Inbound-Routing, Auftragsverarbeiter). Das empfangende Unternehmen sieht ausschließlich die Alias-Adresse.
Aufbewahrung: Das Alias-Mapping ist Teil der Anfrage und wird im technischen Arbeitsstand 90 Tage nach Anfrage-Abschluss mit ihr gelöscht.
Eingehende Antworten und Anhänge
Zweck: Zuordnung zur Anfrage, Darstellung im Kommunikationsverlauf, Benachrichtigung und Archivierung. Resend nimmt Nachrichten für die Inbound-Domain entgegen; SecurApp ruft Inhalt und Anhänge über die Provider-API ab. Anhänge werden vor Freigabe durch einen selbst betriebenen Malware-Scanner geprüft. Quarantäne-, Ablehnungs- und Löschfristen sind in Abschnitt 8 sowie LEGAL-03 final festzulegen. Ein Scan kann Schadsoftware nicht mit Sicherheit ausschließen.
Identitätsprüfung
SecurApp prüft die Identität oder Vertretungsmacht der Nutzerin nicht und bestätigt dem Empfänger keine abgeschlossene Identitätsprüfung. Die Nutzerin wählt die zur Zuordnung übermittelten Angaben. Das Empfängerunternehmen kann bei begründeten Zweifeln zusätzliche, verhältnismäßige Informationen verlangen. Ausweiskopien sollen nicht ohne konkrete Erforderlichkeit übermittelt werden.
4.4 Unternehmensverzeichnis (mvp-04)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse — Bereitstellung des kuratieren Verzeichnisses als Dienstmerkmal).
Das Unternehmensverzeichnis enthält ausschließlich Angaben zu juristischen Personen und deren Datenschutz-Funktionspostfächern (z. B. datenschutz@, dpo@) — keine personalisierten Kontaktdaten natürlicher Personen. Quellen sind öffentlich zugängliche Datenschutzerklärungen und Impressen.
Unternehmen oder deren Beauftragte können per Formular unter /transparenz/eintrag-korrigieren Korrektur oder Entfernung eines Eintrags beantragen (Bearbeitung innerhalb von 7 Werktagen).
4.5 Fristenmanagement und Eskalation (mvp-06)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung); Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigtes Interesse der Nutzerin an Fristeinhaltung).
SecurApp berechnet technisch ab Versand einen zusätzlichen Puffertag und zeigt danach eine Orientierungsfrist an. Art. 12 Abs. 3 DSGVO verlangt grundsätzlich eine Antwort ohne unangemessene Verzögerung und spätestens innerhalb eines Monats; bei Komplexität oder Anzahl der Anträge kann die Frist unter den dort genannten Informationspflichten um bis zu zwei weitere Monate verlängert werden. Die Anzeige ist keine verbindliche Berechnung im Einzelfall. Erinnerungs-E-Mails werden über Resend versendet. Ein Eskalationsentwurf wird erst nach Nutzeraktion erzeugt und nur nach einer weiteren ausdrücklichen Versandaktion übermittelt.
4.6 Dokumentenarchiv (mvp-07)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragserfüllung — das Archiv ist vertraglich zugesagter Bestandteil des Dienstes); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse der Nutzerin an integritätsgeschützter Beweissicherung).
Versandete Anfragen als PDF
Inhalt: Datum, Empfängeranschrift, Reply-Alias, Anfragetext, SHA-256-Integritäts-Hash.
Signatur: Selbstsigniertes Zertifikat (SecurApp-eigenes CA-Zertifikat); Hash append-only in audit_event gespeichert (DEC-13).
Aufbewahrung: 90 Tage nach Anfrage-Abschluss; bei Kontolöschung 30 Tage Übergangsfrist.
EML-Dateien (gesendete und empfangene E-Mails)
Aufbewahrung: 90 Tage nach Anfrage-Abschluss.
Verschlüsselung: Der SecurApp-Anwendungsserver verschlüsselt Archivdateien anwendungsseitig mit AES-256-GCM (DEK pro Nutzerin, KEK-wrapped via Vault Transit), bevor er sie in den Object Storage überträgt. Direkter Zugriff nur auf den Storage-Layer reicht damit nicht zum Lesen. Die reguläre Admin-Oberfläche zeigt keine Inhalte; besonders privilegierte, auditierte Recoveryvorgänge an Anwendung und Vault bilden weiterhin eine technische Vertrauensgrenze.
ZIP-Export: Auf Anfrage der Nutzerin generierter Download-Link (gültig 15 Minuten); Datei wird danach automatisch gelöscht.
4.7 Audit-Events (alle Bereiche)
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. c DSGVO (rechtliche Verpflichtung — Rechenschaftspflicht Art. 5 Abs. 2 DSGVO); Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse — Integritätssicherung).
Alle sicherheits- und datenschutzrelevanten Aktionen werden in einer append-only Tabelle (audit_event) protokolliert: Handlung (action), Akteur-ID, Zeitstempel, SHA-256-Hash des betroffenen Objekts, pseudonymisierte IP (Hash), User-Agent.
Aufbewahrung: Im freizugebenden technischen Arbeitsstand 3 Jahre ab Ereigniszeitpunkt. Danach werden Akteur-ID, IP-Hash und User-Agent entfernt und die konkrete Ziel-ID verallgemeinert; nur der minimierte Sachnachweis bleibt. Ob und in welchem Umfang Art. 17 Abs. 3 lit. e DSGVO oder Rechenschaftspflichten diesen Rest rechtfertigen, muss für die tatsächlichen Zwecke und Ansprüche menschlich entschieden werden; eine pauschale Ausnahme wird nicht behauptet.
5. Keine automatisierte Entscheidungsfindung
Es findet keine automatisierte Entscheidungsfindung einschließlich Profiling im Sinne des Art. 22 DSGVO statt, die für betroffene Personen rechtliche Wirkung entfaltet oder diese in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.
6. Empfänger und Auftragsverarbeiter
Die nachfolgenden Dienstleister verarbeiten personenbezogene Daten ausschließlich auf Weisung des Verantwortlichen (Art. 28 DSGVO). Mit allen Dienstleistern ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) geschlossen oder vor Produktivnahme zu schließen. Für Drittlandtransfers sind die in Abschnitt 7 genannten Garantien vor Produktivnahme rechtlich zu prüfen und zu dokumentieren.
6.1 Plus Five Five, Inc. (`Resend`) — E-Mail-Versand und Inbound-Routing
Plus Five Five, Inc., 2261 Market Street #5039, San Francisco, CA 94114, USA
[Anwalt prüfen: Resend dokumentiert, dass die Regionswahl Irland nur Routing/Versand steuert und Accountdaten einschließlich E-Mail-Metadaten, Logs und API-Datensätzen in den USA gespeichert werden. AVV, Unterauftragsverarbeiter, Transfermechanismus, Transfer Impact Assessment und Löschfristen prüfen.]
Zweck: Versand von Transaktions-E-Mails (Verifizierung, Fristwarnungen, Benachrichtigungen) sowie Inbound-Routing von Unternehmensantworten über Reply-Aliase.
Versandrouting: Irland (eu-west-1); Account-/Logdaten: USA laut aktueller Providerdokumentation (DEC-09).
AVV-/Transferstatus: Vor Produktivnahme zwingend mit LEGAL-01 freizugeben.
6.2 Hetzner Online GmbH — Hosting, Object Storage, Schlüsselverwaltung
Hetzner Online GmbH, Industriestraße 25, 91710 Gunzenhausen, Deutschland
Zweck:
(a) Hosting der Applikation und Datenbank (PostgreSQL) auf Hetzner Cloud-Servern (Falkenstein, FSN1, Deutschland).
(b) Object Storage für Dokumentenarchiv (EML-Dateien, signierte PDFs, ZIP-Exporte) — Hetzner Object Storage, Falkenstein, Deutschland (DEC-16).
(c) Schlüsselverwaltung (HashiCorp Vault Transit Secrets Engine, selbstbetrieben auf Hetzner Cloud) für Envelope-Encryption (DEC-17).
Serverstandort: Deutschland, Falkenstein (EU).
AVV-Status: Standard-AV-Vertrag über Hetzner Cloud Console verfügbar; vor Produktivnahme zu akzeptieren (DEC-16, DEC-17).
Hinweis zum Unternehmensverzeichnis: Bei Versand einer Anfrage erhält das von der Nutzerin adressierte Unternehmen den generierten Briefinhalt (einschließlich personenbezogener Daten der Nutzerin). Das empfangende Unternehmen verarbeitet diese Daten als eigenverantwortlicher Dritter (Art. 4 Nr. 7 DSGVO). SecurApp hat keinen Einfluss auf die Verarbeitung durch das jeweilige Unternehmen.
7. Drittlandtransfer
Der selbst betriebene App-, Datenbank-, Storage- und Vault-Stack ist für Deutschland (Hetzner, Falkenstein) vorgesehen. Resend dokumentiert jedoch eine Verarbeitung von Accountdaten einschließlich E-Mail-Metadaten, Logs und API-Datensätzen in den USA; die Versandregion Irland ändert diese Speicherung nicht. [Anwalt prüfen: Zulässigkeit und Garantien nach Art. 44 ff. DSGVO, insbesondere AVV, Unterauftragsverarbeiter, geeigneter Transfermechanismus und Transfer Impact Assessment.] Ohne dokumentierte Freigabe aus LEGAL-01 findet keine Produktivnahme statt.
8. Speicherdauer und Löschfristen
Nachfolgend die maximalen Aufbewahrungsfristen; frühere Löschung auf Antrag (Art. 17 DSGVO) ist möglich, soweit keine überwiegenden Interessen oder gesetzliche Pflichten entgegenstehen.
Nutzerkonto-Daten (E-Mail, Präferenzen): bis zum Löschantrag; Zugang sofort gesperrt, Primärdaten spätestens innerhalb von 30 Tagen gelöscht.
Passwort-Hash: bis zum geplanten Löschtermin, spätestens 30 Tage nach dem Löschantrag; ab dem Antrag ist kein Login mehr möglich.
TOTP-Secret: bis 2FA-Deaktivierung oder Kontolöschung.
Session-Tokens: max. 30 Tage Idle-Timeout; bei Logout sofort.
Verifizierungs-/Reset-Token: max. 48 Stunden (Verifizierung) / 30 Minuten (Reset).
Zwilling-Felddaten (alle Felder): bis Kontolöschung (Kaskaden-Delete).
DSGVO-Anfragen und Kommunikation: im Arbeitsstand 90 Tage nach Anfrage-Abschluss (CLOSED/ESCALATED); Entwürfe nach 90 Tagen Inaktivität. Für Entwürfe erscheint während der letzten 14 Tage ein Hinweis in Liste und Detail; vor der Löschung abgeschlossener Anfragen wird derzeit kein gesonderter Hinweis versendet.
EML- und PDF-Archiv: 90 Tage nach Anfrage-Abschluss; bei Kontolöschung spätestens 30 Tage nach Löschantrag.
Reply-Alias-Mapping: als Teil der Anfrage im Arbeitsstand 90 Tage nach Anfrage-Abschluss gelöscht.
Audit-Events: Arbeitsstand 3 Jahre; danach Akteur-ID, IP-Hash und User-Agent entfernen und Ziel-ID verallgemeinern. Frist und verbleibender Sachnachweis sind juristisch freizugeben (vgl. Abschnitt 4.7).
IP-Hash in Audit-Events: 90 Tage, dann Nullierung.
Verzeichnisfeedback: maximal 24 Monate.
Unternehmensvorschläge: nach Bearbeitung, spätestens 183 Tage nach Einreichung.
Verzeichnis-Audit: IP-Hash 90 Tage; Admin- und Freitextbezug im Arbeitsstand maximal 3 Jahre, danach Minimierung.
Verwaiste Provider-Ereignisse ohne Nutzer-, Nachrichten- oder Inhaltsbezug: 90 Tage.
ZIP-Export-Dateien: 15 Minuten nach Generierung (automatische S3-Lifecycle-Löschung).
Verschlüsselte Backups: rollierend 35 tägliche Generationen; ausschließlich Disaster Recovery, Löschkaskaden nach Restore erneut anwenden.
Providerkopien/-backups: Resend dokumentiert 30 Tage persistierte, global replizierte Produktionsbackups und eine Löschung von Nutzer-/Kundendaten innerhalb von 90 Tagen nach Accountende; konkrete Einzelfalllöschung und Vertragsfassung sind in LEGAL-01 zu klären.
Die vollständige technische Retention-Matrix wird intern gepflegt und vor Veröffentlichung durch die benannten Owner freigegeben.
9. Rechte betroffener Personen
Betroffene Personen haben gegenüber dem Verantwortlichen folgende Rechte, die sie jederzeit unter den oben (Abschnitt 1) genannten Kontaktdaten geltend machen können:
Auskunftsrecht (Art. 15 DSGVO): Recht auf Auskunft über die verarbeiteten personenbezogenen Daten, Verarbeitungszwecke, Kategorien, Empfänger, Speicherdauer, Herkunft und Bestehen automatisierter Entscheidungsfindung.
Recht auf Berichtigung (Art. 16 DSGVO): Recht auf Berichtigung unrichtiger oder Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten. Stammdaten im Digitalen Zwilling können von der Nutzerin selbst in den Einstellungen geändert werden.
Recht auf Löschung (Art. 17 DSGVO): Recht auf Löschung personenbezogener Daten, wenn der Zweck der Verarbeitung entfallen ist, die Einwilligung widerrufen wurde, kein überwiegendes berechtigtes Interesse besteht oder eine Verarbeitung unrechtmäßig war. Für Audit-Sachnachweise wird eine Ausnahme nicht pauschal vorausgesetzt: Erforderlichkeit, Frist und eine mögliche Einschränkung nach Art. 17 Abs. 3 werden im Einzelfall bzw. für den konkreten Zweck geprüft; der technische Arbeitsstand minimiert nach drei Jahren.
Recht auf Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO): Recht auf Einschränkung, solange die Richtigkeit der Daten bestritten wird, die Verarbeitung unrechtmäßig ist und die Löschung abgelehnt wird, die Daten für Rechtsansprüche benötigt werden oder ein Widerspruch nach Art. 21 DSGVO eingelegt wurde.
Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO): Recht, die auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b oder lit. a bereitgestellten Daten in einem strukturierten, gängigen, maschinenlesbaren Format zu erhalten und an einen anderen Verantwortlichen zu übermitteln. In SecurApp: ZIP-Export-Funktion (Abschnitt 4.6, AC-08 mvp-07) deckt dieses Recht technisch ab.
Widerspruchsrecht (Art. 21 DSGVO): Recht auf Widerspruch gegen die Verarbeitung auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (berechtigtes Interesse). Der Widerspruch ist zu begründen, wenn es um direkte Werbung geht (Art. 21 Abs. 2 DSGVO: keine Begründung erforderlich). SecurApp betreibt keine direkte Werbung gegenüber Nutzerinnen.
Recht auf Widerruf der Einwilligung (Art. 7 Abs. 3 DSGVO): Soweit eine Verarbeitung auf Einwilligung beruht (z. B. optional eingegebene besonders sensible Felder), kann die Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Der Widerruf berührt nicht die Rechtmäßigkeit der vor dem Widerruf erfolgten Verarbeitung.
Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO): Betroffene Personen haben das Recht, Beschwerde bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde einzulegen, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres gewöhnlichen Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes.
Die für den nichtöffentlichen Verantwortlichen nach dessen tatsächlichem Sitz zuständige Landesaufsichtsbehörde ist vor Veröffentlichung mit Name, Anschrift und Website einzusetzen. Unabhängig davon kann eine Beschwerde insbesondere bei einer Aufsichtsbehörde am gewöhnlichen Aufenthaltsort, Arbeitsplatz oder Ort des mutmaßlichen Verstoßes eingereicht werden. [Anwalt prüfen und Betreiberidentität einsetzen.]
10. Datensicherheit
Der Verantwortliche setzt technische und organisatorische Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO um, um ein dem Risiko angemessenes Schutzniveau zu gewährleisten. Diese umfassen insbesondere:
- Transportverschlüsselung (TLS 1.2 oder höher) für alle Verbindungen.
- Feldweise AES-256-GCM-Envelope-Verschlüsselung für sensible Datenkategorien.
- Passwort-Hashing mit Argon2id.
- IP-Adressen-Pseudonymisierung durch HMAC-SHA-256 mit geheimem Salt.
- Append-only-Erfassung mit ausschließlich durch den eingeschränkten Retention-Worker ausführbarer Minimierung.
- Mandantentrennung durch Owner-Spalten und Row-Level-Security in der Datenbank.
- HttpOnly/Secure-Cookies für Session-Tokens.
- Rate-Limiting und temporäre Kontosperrung bei Login-Fehlversuchen.
- Schlüsselverwaltung über Vault Transit Secrets Engine (EU/Falkenstein) mit Least-Privilege-Policy.
11. Keine Rechtsberatung
SecurApp ist ein technisches Werkzeug zur Unterstützung bei der Ausübung von DSGVO-Rechten. Die durch die App generierten Briefe und Informationen stellen keine Rechtsberatung dar und ersetzen nicht die Beratung durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt. Für individuelle rechtliche Fragen wird die Inanspruchnahme anwaltlicher Beratung empfohlen.
12. Änderungen dieser Datenschutzerklärung
Diese Arbeitsfassung hat den Stand vom 2026-07-27. Die jeweils freigegebene Fassung ist unter /legal/datenschutz abrufbar. Bei wesentlichen Änderungen werden registrierte Nutzerinnen informiert; soweit eine neue Vertragsannahme erforderlich ist, wird sie getrennt von der Datenschutzinformation eingeholt.
*Fassung 1.2 | 2026-07-27 | Freigabe durch Product/Datenschutzjurist offen*